Verfasst von: eltobi | März 1, 2010

Eine Steinfestung, Ecuador und neue berufliche Perspektiven

So, erstmal zur Beruhigung: Ich bin mittlerweile in Ecuador und hab von dem Erdbeben in Chile nix abbekommen. Hab gestern erst ueber die Medien davon erfahren. Auch meine Freunde in Temuco sind zum Glueck alle glimpflich davongekommen. Zwar gibt’s grad weder Wasser noch Strom, aber zumindest geht es allen gut. So much for the (luckily not so) bad news.

Die Festung Kuelap

Ich hab die Zeit nach Huaraz im Norden Perus – namentlich in Chachapoyas – verbracht und war dort ein wenig trekken und hab mir Ruinen angeschaut. Besonders beeindruckend war die Festung Kuelap, quasi das zweite Machu Picchu Perus (wobei der Loewenanteil der Foerdergelder nach Machu Picchu geht und Kuelap deshalb kaum erschlossen ist). Kuelap liegt auf der Spitze eines Berges auf gut 3000 Metern Hoehe und ist eine der zahlreichen Vor-Inka-Ruinen Perus. Allein fuer die Mauern der Festung wurden zweimal so viele Steine wie fuer die Pyramide von Gizeh verwandt und die Bauzeit der gesamten Festung betrug gut 200 Jahre. Dann kamen die Inka und haben den Laden uebernommen.

So sieht's oben aus...total spannend!

In der Festung selbst finden sich die Grundmauern zahlreicher Gebaeude (ueber 500 an der Zahl) und alles ist von Baeumen ueberwuchert. Ziemlich beeindruckend!

Wolters: das absolut billigste Bier in Nordperu. Gruesse nach Braunschweig!

Seit gestern bin ich nun, nach zwei Tagen Fahrt ueber ziemlich rumpelige Strassen in Ecuador. Zur Zeit sitz ich in Vilcabamba im Sueden. Ein ziemlich entspanntes kleines Oertchen mitten zwischen malerischen, gruen bewachsenen Bergen. Ziemlich viele Gringos, aber dennoch sehr nett. Hab mir die Zeit heut mit einer Wanderung durch ein kleines privates Naturreservat vertrieben und werd morgen weiter nach Quito fahren, um einen Freund aus Eschwege zu treffen. Danach geht’s fuer ein paar Tage nach Otavalo zu einem ehemaligen Mitbewohner und dann werd ich wohl nach Kolumbien an die Karibikkueste fahren, um meinen Tauchschein zu machen – ein lang gehegter Traum.

Vilcabamba von (schraeg) oben

Tja und dann muss ich auch langsam wieder Richtung Quito fahren, da ich an Ostern wieder zuhause sein werde. Ich hab mich naemlich vor einiger Zeit beim ASA-Programm beworben, einem Programm fuer Uni- und Berufsabsolventen, welches Entwicklungsprojekte in Asien, Lateinamerika und Afrika unterstuetzt. Und was soll ich sagen: die haben mich tatsaechlich genommen! Konkret bedeutet das, dass ich im Herbst fuer drei Monate nach Java (die Hauptinsel Indonesiens) gehen werde und dort in einem Projekt zur Eindaemmung des Wildtierhandels mitarbeiten werde. Konkret werden wir einerseits Aufklaerungsveranstaltungen fuer die lokale Bevoelkerung durchfuehren, als auch beim Aufbau alternativer Einkommensstrukturen Unterstueztung leisten. Schliesslich handeln die Leute ja nicht aus Bosheit mit den Tieren, sondern aus oekonomischer Notwendigkeit. Naja, lange Rede kurzer Sinn, ich muss Anfang April zum ersten Vorbereitungsseminar nach Berlin und dann eben auch mit der Vorbereitung anfangen. Mein Trip neigt sich daher langsam dem Ende zu.

Nichts desto trotz wird’s hier natuerlich auch weiterhin Berichte geben. Bis zum naechsten Mal!

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