Verfasst von: eltobi | Februar 19, 2010

Unterwegs im (zweit-)schoensten Gebirge der Welt

Laut National Geographic ist die Cordillera Blanca das zweitschoenste Gebirge der Welt. Getoppt wird sie angeblich nur noch vom Himalaya. Letzteres kann ich aufgrund des Mangels an diesbzueglicher Erfahrung nicht beurteilen, aber eins kann ich definitiv sagen: die Cordillera Blanca ist definitiv das schoenste Gebige, das ich bisher gesehen habe! Neben einem malerischen Tal mit gut 3000 Hoehenmetern und viel Gruen erheben sich schneebedeckte Berg, viele davon ueber 6000 Meter hoch. Auf der Westseite des Tals liegt die schneefreie, aber kaum kleinere Cordillera Negra.

Der Vallunaraju in der Cordillera Blanca.

Bei einem solchen Fundus an Bergen bot sich natuerlich eine Grenzerfahrung der besonderen Art an und so habe ich gestern meinen ersten 5000er bezwungen. Namentlich den Vallunaraju (siehe Bild) mit 5675 Metern. Eine unglaubliche Erfahrung! Vorgestern ging’s los und erstmal rauf zum Basislager auf 4800 Metern. Wir sind dann sehr frueh schlafen gegangen, da es um 1 Uhr nachts an den Aufstieg ging. Wir (Edgar, der Bergfuehrer und Nicolas ein Franzose) machten uns dann auf den Weg und die Sache war unglaublich anstrengend. Aufgrund der relativ hohen Temperaturen zur Zeit ist der Schnee recht weich, so dass man oft einsinkt was ziemlich kraeftezehrend ist. Vor lauter Anstrengung haette ich mehrmals (wortwoertlich) fast gekotzt. Nach sechs Stunden hatten wir dann endlich den Gipfel erreicht. Leider waren ziemlich viele Wolken unterwegs, so dass die Sicht zwischendrin immer mal wieder nicht allzu gut war. Aber wir hatten es geschafft!

5675 Meter!

Nach dem (nicht minder anstrengenden) Abstieg ging es dann nach Huaraz zurueck und Nicolas und ich haben uns zum Abendessen eine peruanische Delikatesse gegoennt: Cuy. Das sind kleine Nagetiere, die ihre Heimat hier in den peruanischen Anden haben und in Deutschland eher unter dem Namen Meerschweinchen bekannt sind. Dazu gab’s Kartoffeln und Chilisosse.

Meerschweinchen auf Teller...

Eigentlich recht lecker (schmeckt wie Hase), aber ziemlich viel Arbeit fuer ziemlich wenig Fleisch.

... und Meerschweinchen im Magen.

Die Tage vor dem Aufstieg zum Vallunaraju war ich zwecks Aklimatisierung noch vier Tage lang auf dem Santa Cruz-Trekk. Dabei ging es zwischen einigen wunderschoenen Bergen entlang und ueber einen Pass von 4750 Metern. War eigentlich ziemlich entspannt, auch wenn der Regen teilweise etwas genervt hat. Unter anderem sind wir dabei am Artesonraju verbeigelaufen. Das ist der Berg, den die Filmstudios Paramount Pictures zu ihrem Logo erkoren haben. Am Fuss dieses Berges haben wir dann gezeltet, so dass ich bim naechsten Mal Jaeger des verlorenen Schatzes rufen kann: „Da hab ich gezeltet!“. Der Hammer waren aber die fuenf Franzosen, die mit auf dem Trekk waren. Zwei Tage vorher aus Paris eingeflogen, noch nie trekken gewesen und staendig zugedroehnt! Auf dem Pass sind sie natuerlich mangels Akklimatisierung fast gestorben. Wanderschuhe oder sogar Wasser hatten sie auch nicht dabei und die beiden figurbewussten Barbiepueppchen waren sich natuerlich auch zu fein, ihre Teller aufzuessen. Aber dann am naechsten Tag nicht den Berg raufkommen, jaja! Naja, Martina – eine Schweizerin – und ich haben uns auf jeden Fall gut darueber amuesiert.

Blick vom Pass auf dem Santa-Cruz-Trekk

Heute war ich dann zum Entspannen in Chavin de Huantar, einer 3500 Jahr alten Tempelruine mit unterirdischen Gaengen und Steinfratzen an den Waenden. Da bekommt man direkt Lust sich Lederhut und Peitsche zu schnappen und sich ins Abenteur  zu stuerzen.

Chavin de Huantar

Ich bleib jetzt noch mal ein paar Tage hier und geh ein bissel trekken und dann geht’s weiter Richtung Norden. Bis bald!

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According to National Geographic the Cordillera Blanca in the peruvian Andes is the second most beautiful cordillera in the world – after the Himalayas. Since I have never been to the later i can not really tell whether this is true or not, but the Cordillera Blanca is by far the most beatutiful mountain range i have ever seen!. Next to a valley with already 3000 meters of altitude loom snowcovered mountains, many of them above 6000 meters. And on the other side of the valley lies the snowless but not much lower Cordillera negra.

With all these mountains at hand it seemed a good idea to climb one of them and so, a few days ago I defeated my first mountain above 5000 meters, namely the Vallunaraju with 5675 meters of altitude (picure above). It was just incredible! Both, an incredible experience and incredibly exhausting (we kept sinking in up to the hips, as the snow was really soft due to the high temperature). We started on Tuesday and went up to the basecamp at 4800 meters. After dinner we went wo bed early and started the climb at 1am in the night.After 6 hours we finally arrived at the summit, but unfortunately there were quite some clouds, so the view kept getting foggy every now and then. Stupid rainy season!

After we had safely descended, Nicolas – my climbing partner – and me went to a restaurant to treat ourselves with a peruvian delicasse: cuy. Cuys are small rodents that live in the peruvian andes and in the western world are better known as Guinea-pigs. Here they are no pets but food, in our case being served with potatoes and chili-sauce. They taste quite good, even though eating them is a lot of effort for not a lot of meat.

The days before Vallunaraju I spent with the four-day Santa-Cruz-Trekk, a relatively easy hike with a pass at 4750 Meters. Good for acclimatisation. We had some rain, but overall the weather was fine. The second night we spent at the foot of the Artesonraju, which is the mountain that Paramount Pictures used for their logo. Looking forward to watch Raiders of the lost ark“ the next time and saying „I camped there!“. We also had five french people on the trekk which were just crazy (or stupid?!): They flew in two days before from France, had never been on a trekk and started to smoke weed after breakfast. Of course they were almost dying when we went over the pass: lack of acclimatization. They were totally unprepared and did not even have hiking boots or a bottle for water. I mostly hung out with a swiss girl named Martina and we found it quite amusing to watch them. Don’t get me wrong, they were mostly nice people, just a little unconscious.

Well, yesterday I went to the 3500 years old temple ruins of Chavin de Huantar. There were lots of underground walkways and stone heads on the walls, so you really feel like grabbing leather hat and whip.

I wil stay in Huaraz now for a few days more as it is quite enjoyable here. After that I am of to the North. More here soon!

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Responses

  1. Ey…great-great adventure! Hope you still enjoy the rest of it! Hugs!!!

  2. Hallo Tobi !!
    Wie geht es Dir??
    Ich habe gerade von dem Erdbeben in Chile erfahren; ich hoffe Du hast alles gut überstanden!!??
    Meld Dich mal!!! Wir denken an Dich!!!!
    Gruss Matthias


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