Verfasst von: eltobi | Januar 18, 2010

Welcome to the jungle

Oh mann, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzaehlen! Ich sitze grade in Rurrenabaque im bolivianischen Regenwald und verarbeite die EIndruecke der letzten Tage. Vor zwei Tagen bin ich hier angekommen, nachdem ich mit vier anderen Leuten fuenf Tage lang auf einem Floss zuerst den Rio Caca und dann den Rio Beni (Zufluss des Amazonas) runtergefahren bin. Wer sich jetzt denkt „Der hat sie doch nicht mehr alle!“, dem kann ich nur sagen: Als ich das Floss gesehen habe, dachte ich genau gleiche! Das war naemlich im Endeffekt nur ein Holzgestell mit durchgeschnittenen und wieder zu gebundenen Reifenschlaechen darunter. Aber der grenzenlose Optimismus von Ruben, unserem Fuehrer, beruhigte mich dann doch etwas. Und tatsaechlich: In den fuenf Tagen ist nur ein einziger Schlauch geplatzt. Zum Glueck, wir hatten naemlich auch nur einen Ersatzschlauch dabei…

Guanay - Ausgangspunkt der Reise - und unser Floss (unten)

Die fuenf Tage auf dem Floss gehoeren aber definitiv zu den grossartigsten Sachen, die ich in Suedaemrika bisher erlebt habe. Durch das Nichtvorhandensein eines Motors kann man tatsaechlich die Geraeusche des Dschungels hoehren und die Tiere am Waldrand fleuchten auch nicht so schnell. So konnten wir beispielsweise die verschiedensten Papageien aus ziemlicher Naehe betrachten. Und auch die riesigen Waelder haben eine ganz eigene Faszination fuer sich. Auch das Wetter war durchaus eigen und am dritten Tag hatten wir bis in den Nachmittag hinein stroemende Regenguesse. Es ist halt grad Regenzeit und das ganze heisst ja auch nicht umsonst Regenwald.

Wald

Zwischendurch haben wir immer wieder angelegt und Wanderungen durch den Dscungel gemacht. Ruben hat uns dabei die verschiendensten Dinge ueber Pflanzen und Tiere vor Ort erklaert und wir haben natuerlich auch reichlich von selbigen gesehen (und gegessen – zumindest die Pflanzen). Allein die Vielzahl von unterschiedlichen Ameisenspezies ist schlicht erschlagend: von 1-2 mm grossen Winzlingen bis hin zu daumengrossen Giganten ist das Spektrum schier unerschoepflich. Daneben haben wir Riesentausendfuessler, gigantische Schmetterlinge, haufenweise Spinnen und vieles mehr gesehen. Und natuerlich Stechviecher in rauhen Mengen: nach der Ankunft in Rurrenabaque ergab eine grobe Inventur bei mir ungefaehr 450 Stiche an Armen und Beinen. Auch das gehoert zum Dschungel…

Campsite

Gecampt wurde auf Sandbaenken (mueckenverseucht) oder direkt im Dschungel, nachdem Ruben den entsprechenden Platz mit der Machete gerodet hatte. Und auch in das menschlich-soziale Leben vor Ort haben wir  Eindruecke bekommen und einsame Kautschukfarmer mitten im Wald sowie kleine Dorfgemeinschaften am Flussrand besucht. Den ganzen Flusslauf entlang sieht man immer wieder bolivianische Gluecksritter, die versuchen dem Fuss ein wenig des angeblich vorhandenen Goldes abzutrotzen. Am vierten Tag mussten wir dann durch eine Enge zwischen zwei Bergen durch, so dass durch die entsprechenden Stromschnellen auch mal fuer ein wenig Action gesorgt war. Am Tag zuvor sind wir auf einer der Wanderungen nahe eines Dorfes zum Angeln an eine kleine Lagune gegangen, um kleine Koederfische fuer den naechsten Tag zu fangen. Damit wollten wir vom Floss aus das Abendessen fangen. Zuerst fand ich das ja ziemlich langweilig (kleine Fische fangen: gaaaeeeeehnnn!), als ich dann den ersten am Haken hatte war ich dann aber doch positiv ueberrascht. Ich hatte naemlich meinen ersten Piranha gefangen! Ziemlich gruselige Viecher, in deren Maul man sich definitiv nicht befinden moechte.

Fieses Vieh!

Mit dem Koederpiranha ging’s dann wieder zurueck, allerdings war uns das Glueck am naechsten Tag nicht mehr hold, so dass es Reis und Bananen zum Abendessen gab. Bananen sind hier ueberhaupt eines der Grundnahrungsmittel und bilden neben Papaya (frisch vom Baum – yeah!) grade einen der Eckpfosten meiner Ernahrung.

Die naechsten Tage werd ich hier in Rurre verbringen und ein paar Trips in die naehere Umgebung machen. Es ist wirklich schoen hier, auch wenn man es in der Mittagshitze nicht ausserhalb des Schattes aushalten kann! Die Sonne ist wirklich unberherzig und braet mit einer Intensitaet vom Himmel, die ich so noch nicht erlebt habe. Ende der Woche geht’s dann wieder nach La Paz und von dort weiter Richtung Peru. Ich meld mich wenn’s neues gibt!

So long!

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Responses

  1. geil!

  2. Hi Tobi,
    I haven’t undestood much but I like your pics! We’re now leaving Cusco to Arequipa so .. we probably won’t meet.. Have a nice trip

    Bis bald

  3. High Tobi,
    und wir frieren uns hier den Arsch ab -ha,ha!!
    Wir hoffen es geht Dir gut, sieht auf den Pics zumindest so aus.Meld dich mal!!!!!
    Gruss Matthias


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