Verfasst von: eltobi | Januar 3, 2010

Bolivien

Seit einer Woche bin ich jetzt in Bolivien. Die Grenzueberquerung war gleich mal ziemlich nervig, da wir in der Mittagzeit angekommen sind und der argentinische Grenzposten daher nur mit einer Person besetzt war. Nach 2,5 Stunden in der bruetenden Sonne war dann aber auch dieses Hinderniss erfoglreich bezwungen und die Einreise nach Bolivien dauerte zum Glueck nur 5 Minuten. Nach dem Grenzposten stellte sich dann auch gleich das Gefuehl ein, in einem anderen Land zu sein. Die Menschen, die Haeuser, selbst die Luft scheint verschieden (letzteres ist natuerlich totaler Schwachfug, kam mir aber so vor).

Regenzeit in Bolivien

Von Villazon, wo ich die Grenze ueberquert habe, gings dann auch direkt mit dem Bus weiter nach Tupiza, etwa zwei Stunden weiter noerdlich. Die Fahrt war recht holprig, da in Bolivien nur gut 5% der Stassen geteert sind. In Tupiza wollte ich mich eigentlich am naechsten Tag um eine Jeep-Tour in die Salar de Uyuni kuemmern. Nachdem ich im Hostel eingecheckt hatte, wurde ich jedoch gefragt, ob ich nicht am naechsten Tag direkt mit auf eine 4-taegige Tour kommen wollte, da noch ein Platz frei sei. Hurra! Weniger Stress!

Valle de la Luna (Tal des Mondes)

Am naechsten Morgen ging’s dann gegen halb neun los und ich muss sagen, die kommenden vier Tage waren der absolute Oberhammer! Mir mir im Jeep waren ein Paerchen aus der franzoesischen Schweiz (Germain und Christelle) sowie Sam, ein Baer von einem Englaender. Innerhalb kuerzer Zeit haben wir uns alle prima verstanden und die kommenden damit verbracht, durch den Sued-Westen Boliviens von einem Naturspektakel zum naechsten zu fahren. Unser Fahrer Felix und die Koechin Lidia haben imens zu diesem unvergesslichen Trip beigetragen.

Super Aussicht und Lollies auf 4800 Metern Hoehe.

Ich koennte hier Tonnen von Fotos hochladen, da wir enom viel gesehen haben: surreale Felsformationen, Berge mit 10 verschiendenen Farben, Geysire, Lagunen mit Flamingos mitten im Nirgendwo, Felsbaeume (dicke Brocken, die nur auf einem schmalen Fuss stehen) und abgelegene Doerfer. In Letzteren scheint sprichwortlich die Zeit stillgestanden zu haben. Die Haueser sind aus Lehm gebaut, Strom ist nicht die Regel und die naechsten Siedlungen sind oft mindestens eine Tagesreise entfernt.

Einer von vielen Geysiren

Sylvester haben wir dann in einem kleinen Ortchen auf 4500 Meter Hoehe verbracht. Da macht einem die Hoehe dann durchaus zu schaffen: ein kleiner Sprint von 100 Metern und man ringt erstmal nach Luft. War aber trotzdem ein super Abend. Die 3 Faschen Wein duerften da auf dieser Hoehe ihren Teil zu beigetragen haben…

Hier haben wir Sylvester gefeiert

Den Hoehepunkt des Trips stellte dann aber ganz klar die Salar de Uyuni dar: eine gigantische Salzwueste in deren Mitte man sich dann doch etwas verloren vorkommt. Wir waren zum Sonnenaufgang dort und das war wunderschoen! An vielen Stellen befinden sich kleine Tuempel, im Osten wird Salz mit ziemlich archaischen Methoden abgebaut und in der Mitte steht ein Hotel, das fast komplett aus Salz besteht.

Ein Riese in der Salzwueste

Fuer mich geht’s morgen weiter nach Potosì und dann nach Sucre. Beides sind Weltkulurerben der UNESCO, da duerfte es also einiges zu sehen geben. Zu gegebener Zeit an dieser Stelle mehr!

Salar de Uyuni von einer Insel in der Mitte aus gesehen

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Responses

  1. Sehr schön *in Erinnerungen schwelg*

    Das Foto in Uyuni ist sehr cool, wieso bin ich damals nicht darauf gekommen 😦

    PS: Flickr Pro Account ist übrigens sehr praktisch um die Tonnen an Fotos zu sichern – da kann man Original Dateien später wieder runterladen. Vorraussetzung ist halt nur leider, dass man nen gescheites Internetcafe findet


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