Verfasst von: eltobi | Dezember 4, 2009

Schwarzer Sand, Magenkraempfe und die beste Rutschpartie aller Zeiten!

Was lange waehrt wird endlich gut: ich hab den Villarrica-Vulkan erfolgreich erklommen!

Der Villarrica-Vulkan

Aber fangen wir mal von vorne an. Ich bin seit Sonntag in Pucòn, einem malerischen aber sehr touristischen Oertchen am Villarrica-See. Die Umgebung ist atemberaubend: steile, bewaldete Berge umgeben Pucòn an den meisten Seiten. Erinnert sich noch jemandan Jurassic Parc, jenen Meilenstein der Animationskunst? Die Berge hier haben mich an die Berge in eben diesem Film erinnert. Der Strand ist ebenfalls ziemlich eindrucksvoll, da er komplett schwarz ist. Das liegt an dem Vulkangestein hier in der Gegend. Wie auf dem Foto zu erkennen ist war das Wetter Montag und Dienstag bestenfalls als „bescheiden“ zu bezeichnen:

Strand von Pucòn mit Vulkangestein

Das war aber auch nicht weiter schlimm, da es mir ab Montag nicht wirklich sonderlich gut ging. Es gab naemlich am Samstag in Temuco Muscheln zum Abendessen – die Haelfte davon roh. Tja und ich hab mir natuerlich erstmal eine schoene Fischvergiftung eingefangen. Dienstag und Mittwoch waren dann ein bestaendiges Auf und Ab und Mittwochabend ging es mir dann wieder besser, so dass ich beschloss, am Donnerstagmorgen auf den Villarrica zu steigen.

Der Trip begann um sieben Uhr morgens bei dem Tourveranstalter. Man darf naemlich nur mit zugelassenen Agenturen und ihren Bergfuehrern auf den Vulkan. Das Equipment wurde komplett gestellt (inkl. Schuhe und allem Drum und Dran) und in den komplett identischen Aufzuegen sahen wir dann eher aus wie eine – mit Eisaexten bewaffnete – Mischung aus Teletubbies und Streetpromotion-Team als wie Bergsteiger.

Die halbe Strecke liegt hinter uns...

Ein Shuttle-Bus hat uns dann anschliessend zum Vulkan verfrachtet, wo wir einen Skilift fuer die ersten 400 Meter genommen haben. Danach ging’s 4-5 Stunden bergauf. Von 1400 auf 2800 Meter. Oben angekommen war die Aussicht unglaublich! Der riesige Krater des Vulkans qualmt vor sich hin und auch aus dem Gestein am Kraterrand tritt an vielen Stellen Rauch aus. Man sieht zwar keine Lava, aber der Schwefelgeruch zeigt einem doch deutlich, dass das Ding noch aktiv ist.

Fuer mich war der Aufstieg insgesamt nicht ganz so angenehm, da an diesem Morgen die Fischvergiftung doch noch mal „Hallo“ sagen wollte und ich den ganzen Aufstieg ueber von ziemlich Magenkraempfen geplagt wurde. Dafuer gehoere ich jetzt zu den wenigen Menschen, die von sich behaupten koennen zweimal auf einen akiven Vulkan ge…aehm…lassen wir das.

Geschafft! Keine Angst: Die rote Muetze ist beim naechsten Mal wieder dabei!

Der Abstieg hat dann ungefaehr nur eine Stunde gedauert: man setzt sich naemlich einfach auf den Hosenboden und rutscht den Grossteil des Berges mit atemberaubender Geschwindigkeit wieder runter. Macht super viel Spass!

Ich werd jetzt noch ein, zwei Tage hier bleiben und mich auskurieren. Mir geht’s zwar schon deutlich besser, aber etwas Ruhe ist doch noch angebracht. Hab mir auch trotz mehrfachen Eincremens eine ziemlich Sonnenbrand eingefangen. Camping im Nationalpark musste wegen der Pause aber leider gestrichen werden. Montag geht’s dann nach Santiago und zwischendurch nochmal nach Temuco zu Feña. So long.

P.S.: Hier noch ein Bild von Pucòn vom Kraterrand aus gesehen:

Pucòn und der Lago Villarrica. Am Horizont: Llaima-Vulkan.

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Responses

  1. Holá, El Tobi … fantastisch, da bin ich ja schon ein bisschen neidisch auf Deinen Vulkanbesuch. Habe zwar auf Island auch schon aktive Erde, flüssiges Gestein und Schwefelgestank erlebt, aber am Kraterrand stehen ist schon mächtig was anderes 🙂

  2. hmmm, von so nem Vulkan zu rutschen bringt bestimmt nochmal mehr laune als von den Kiesbergen im am Werratalsee 🙂
    Pass auf Dich auf mein Freund!!! Ich erwarte in Spannung Deinen nächsten Bericht……


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