Verfasst von: eltobi | November 23, 2009

Paderborner, Lachs und deutsches Vereinswesen

Hola und mal wieder Gruesse aus Chile!

Bin gut in Purto Varas angekommen und muss sagen: war wirklich die bessere Idee hierherzukommen, anstatt nochmal ein paar Tage nach Puerto Montt zu fahren. Puerto Varas ist ein wunderschoener, kleiner, beschaulicher Ort direkt am Lage Llanquihue mit einem wahnsinns Ausblick auf zwei Vulkane: den Osorno-Vulkan und einen weiteren, dessen Name mir aber grad nicht einfaellt.

Der erstere ist aber auch mit Abstand der Spektakulaerere, da er wirklich wie der absolute Klischee-Vulkan aussieht. Aber genau das macht ihn so beeindruckend. Ich war gestern sehr begeistert, meinen ersten Vulkan zu sehen und dann auch noch so einen! Wollte eigentlich heute dort raufsteigen, was ich aber aufgrund von stroemendem Regen auf morgen verschieben musste.

Heut morgen bin ich nochmal kurz nach Purto Montt gefahren um Lachs zu kaufen. Der ist hier naemlich extrem guenstig, da es ihn zuhauf gibt (ist natuerlich die Frage, wie lange noch…). Hab ungefaehr 3000 Pesos fuer gut 1,5 Kilo fangfrischen Lachs gezahlt: das sind ungefaehr 3,50 Euro! Heut abend gibt’s entsprechend Lachs mit Spinat. Und dazu meine andere grosse Entdeckung des Tages: eine Dose Paderborner! War schon sehr erstaunt, am anderen Ende der Welt das Bier zu finden, das mich durch’s Studium begleitet hat. Und frei nach dem Motto „Paderborn, das einzig Gute an dir ist dein Billigbier“ will ich also auch mal meinen Teil zur Wiederbelebung der deutschen Exportwirtschaft leisten.

Nach dem Essen werd ich dann mal mein „Dummer Tourist“-Tarnmaentelchen ueberwerfen und mich auf soziologische Exkursion in den Deutschen Verein Puerto Varas begeben. Mal schauen, was sich dort fuer Menschen aufhalten. Hab vor zwei jahren mal Aehnliches in Windhoek (Namibia) gemacht und war doch arg geschockt (Kurz und knapp: Ein Haufen Rassisten und Altnazis, die am liebsten sofort die Apartheit wieder einfuehren wuerden). Hoffe mal, das stellt sich hier anders dar. Einen ausfuehrlichen Bericht gibt’s dann im naechsten Eintrag.

So long!

P.S.: In zwei Wochen bin ich in Santiago, dann gibt’s auch wieder Fotos. Falls ich die Kamera dort nicht repariert bekomm gibt’s da naemlich einen Schwarzmarkt, der mir sehr empfohlen wurde… 😉

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Responses

  1. In Namibia sind ja auch alte deutsche Kollonien. Kenne auch 2 aus so ner Kollonie. Die Namen sind echt altdeutsch Gundula und A***f. Die Haben da noch net begriffen, das der Krieg
    ( zum Glück) . Echt nen armes Pack sage ich nur dazu, das die es noch net gerafft haben.

    @ Tobi : Geile Berichterstattung macht immer wieder Freude eure Abenteuer zu lesen. Da wird man echt mal neidisch, vorallem da bei mir die Schule wieder angefangen hat und ich jetzt jeden morgen um 6 Uhr aufstehen muss.

    Wünsch euch noch was am andren Ende der Welt


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