Verfasst von: eltobi | Oktober 27, 2009

Perito Moreno: Ein Gletscher waechst vor sich hin

Was fuer eine Fahrt: 26 Stunden haben waren wir von Puerto Madryn nach El Calafate unterwegs. Zwischendrin waren einige Stunden Aufenthalt in Rio Gallegos, einer der groessten Staedte Patagoniens. Dort gab’s Schneeregen und einen redseligen Nachtwaechter im Busterminal, der viele Reisetipps und Wissen ueber Lothar Matthaeus mitzuteilen hatte. Scheiss auf Nokia, „Football: Connecting people“ sag ich da nur…

Die vierstuendige Fahrt nach El Calafate fuehrte ueber fast 3,5 Stunden durch die typische patagonische Landschaft: flach, recht karg und wenig bewachsen. Und alles aufgeteilt in riesige Weidegebiete, auf denen Kuehe und vor allem Schafe grasen. Ein paar Nandus standen auch noch dazwischen. Ungefaehr dreissig Minuten vor Calafate gab es dann ploetzlich einen Schock fuer die Augen: es ging um eine Kurve und urploetzlich fiel das Gelaende steil ab und ergoss sich in eine riesige (und ich meine RIESIG) Tiefebene, an deren Ende die Anden und davor der Lago Argentino lagen. Gaensehautfeeling garantiert!

SDC10422

Tiefebene mit dem Lago Argentino und den Anden

El Calafate selbst ist so ziemlich die westlichste Stadt, die ich hier bisher gesehen habe (okay, so viele waren’s jetzt auch noch nicht…). Eigentlich ist sie ein riesiges Touristenzentrum fuer den nahegelegenen Nationalpark Los Glaciares. Der Name ruehrt von den zahlreichen Gletschern her, die sich her in den Lago Argentino und Lago Viedma ergiessen. Einer der beruehmtesen duerfte der Gletscher Perito Moreno sein, den wir heut besucht haben. Er ist an der Front 60 Meter hoch, insgesamt 30 km lang und das Eis braucht circa 300 Jahre, um von der Spitze bis zum Ende zu wandern (mit 2 Metern pro Tag!). Dort knackt, knirscht und rumort es an einer Tour und in regelmaessigen Abstaenden brechen Eisbrocken ab und stuerzen in den See. Ein wahnsinns Schauspiel! Hier ein kleiner optischer Eindruck:

SDC10496

Kein Kommentar

Die Greenpeacer unter Euch werden den Gletscher vielleicht aus dem Planet der Waelder-Buch kennen. Muss ganz ehrlich sagen, dass das einer der Gruende war, warum ich hier runter wollte. Die Landschaft drumherum ist wirklich wunderschoen. Und so kalt ist es auch gar nicht. Der Wind ist zwar stramm, aber mit genug Klamotten (und der guten Thermounterhose) geht’s echt klar. Und in der Sonne laesst es sich durchaus aushalten.

SDC10475

In der Naehe vom Gletscher

Bin uebrigens ganz froh, endlich mal wieder Baeume zu sehen. Die haben mir dann doch irgendwie gefehlt. Auch wenn es hier nur drei verschiedene Sorten gibt, wie mir unser Guide heute erklaert hat. Ohja, einen Andenkondor haben wir auch gesehen. Flog direkt ueber uns hinweg. War schon toll, auch wenn die mit ihren Hautlappen am Kopf doch etwas laecherlich aussehen…

Soweit fuer heute. Morgen geht’s weiter nach El Chalten, der Trekkinghauptstadt von Argentinien. Da werden wir dann erstmal wandern gehen. Den naechsten Bericht gibt’s dann in ein paar Tagen. Bis dann und liebe Gruesse an euch alle!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: