Verfasst von: eltobi | Oktober 18, 2009

Einblicke in die soziale Situation in Argentinien

Im letzten Artikel habe ich ja bereits anklingen lassen, dass zur Zeit recht viele Proteste in Buenos Aires stattfinden. Die sind zwar meist nicht sonderlich gross, aber die schiere Menge ist schon bemerkenswert. Einen der Gruende dafuer liefert mal wieder ein Konzern: naemlich KRAFT. Wie das Argentinische Tageblatt berichtet hat der Konzern 157 Mitarbeiter entlassen, nachdem diese ihrer Forderung nach einem Produktionsstopp zum Schutz vor der Schweinegrippe mit Hilfe von Betriebsbesetzungen Ausdruck verleihen wollten. Schliesslich wurde das Betriebsgelaende gewaltsam geraeumt.

Dies ruft zur Zeit allerlei – vor allem links orientierte – Gruppen auf den Plan. Bei einem Bummel ueber den Markt von La Defensa hab ich heute ein Stellblatt linker Gruppierungen entdeckt. Da es zahlreiche Fotos der Proteste enthaelt, will ich es euch gern zeigen:

SDC10285

 

SDC10286

 

Jetzt werden sich vielleicht einige fragen: „Was labert der Spinner uns denn hier mit sozialen Problemen in Argentinien voll? Und postet auch noch Bilder von sozialistischer Propaganda! Da kann man doch eh nix gegen machen.“

Ich will hier keine politische Porpaganda betreiben (zumal ich mich nicht als Sozialisten bezeichnen wuerde), sondern einfach mal darauf aufmerksam machen, was am anderen Ende der Welt so passiert. Und tun kann jeder was: Einfach beim naechsten Einkauf mal die KRAFT-Produkte aus dem Einkaufswagen verbannen. Eine erste Liste mit Produkten von KRAFT gibt’s hier. Wer mehr weis, einfach einen Kommentar schreiben.

Und leitet den Artikel bitte weiter. Fuer solche Probleme muss in Europa leider erst Oeffentlichkeit geschaffen werden.

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Responses

  1. Huiuiui..mal wieder krasse Nachrichten vom anderen Ende der Welt…aber wie meinst du kann ich mich als ALG Empfänger wirksam von kraft Produkten fernhalten? Die gesamte Lebensmittelindustrie besteht fast NUR noch aus Nestle und Kraft…

    Und Protest kann ja nicht nur was für die Besserverdienenden sein…

    Aber wieso wollten die denn nen Stopp ausrufen? Gabs da Fälle von Schweinegrippe im Werk oder wie?

  2. Schweinegrippe war hier ein grosses Problem im Winter (als bei uns Sommer war). Die Regierung hat irgendwann aufgehoert die Infektionen zu zaehlen. Im Juli waren sogar die Schulen zwei Wochen lang geschlossen.

    Was du in Bezug auf Protest beschreibst ist natuerlich ein echtes Dilemma. Man koennte recherchieren, welche Produkte im wahrsten Sinne des Wortes „Gut&Guenstig“ sind. Schau doch mal bei Foodwatch auf die Homepage, vielleicht findet sich da was. Ansonsten gibt es eine Sache, die du auf jeden Fall tun kannst: Spread the Word!


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