Wow! Seit 1,5 Wochen bin ich jetzt in Taganga an der Nordkueste Kolumbiens und morgen geht’s weiter…
Die letzten 10 Tage waren grossartig. Ich hab meinen Tauchsschein und einige Aufbaukurse gemacht und bin jetzt offiziell “Advanced Open Water Diver”. Klingt schoen, de facto bin ich aber immer noch Anfaenger. Nichts desto trotz hab ich wirklich etwas gefunden, was mir tierischen Spass macht und das ich tatsaechlich jeden Tag machen koennte. Wie Snowboarden quasi, nur mit besserem Wetter.
Tauchen ist einfach unglaublich: in Stroemungen hatte ich teilweise das Gefuehl, ueber eine Welt aus Korallen hinwegzufliegen. Ich hab sogar einmal die Arme ausgebreitet.
Erlebt und gesehen hab ich auf den 12 Tauchgaengen unglaublich viel. Man kommt sich vor wie in “Findet Nemo” und kommt eigentlich aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Die Korallenriffe hier haben etwas surrealistisches, teilweise fast schon unheimliches. Aber auch unheimlich schoen.
Gruselig wurde es beispielsweise als ploetzlich drei Barakudas auf uns zukamen, einer davon ein ganz schoener Oschi (hatte bestimmt zwei Meter). Auch wenn man weis, dass die einem eigentlich nix tun – die grossen Koepfe mit den Zaehnen tragen nicht unbedingt dazu bei, sich wie in einem Streichelzoo zu fuehlen (zumal unter Wasser alles groesser als in Natur erscheint).
Auch des australischen Tierfilmers groessten Feind haben wir bestaunen koennen: den Stachelrochen. Die sind aber eigentlich ziemlich friedfertig und hauen eher ab als zu pieksen.
Und in jeder Ecke und jeder Ritze lebt irgendwas: Seien es Garnelen, Muraenen, Kofferfische, Kugelfische, Feuerfische oder auch Langusten. Wunderschoen!
Auch Riffkalmare kamen uns einmal entgegen. Als sie sich dann den Korallen naeherten koennte ma wunderbar beobachten, wie sie ihre Farbe der Umgebung anpassten. Vorher schienen sie fast durchsichtig zu sein und ploetzlisch hingen sie wie mit Tentakel bewaffnete braun-rote Schlachtschiffe im Wasser.
An meinem Geburtstag hatte ich meinen Tieftauchgang und es ging runter auf dreissig Meter. Dort konnten wir dann mit rohen Eiern Tennis spielen, da der hohe Druck (vier Atmosphaeren) das Eigelb am platzen hindert. Ein Doktorfisch hat sich hinterher an selbigem guetlich getan.

In Kolumbien ist es Brauch, dem Geburtstagskind ein rohes Ei auf dem Kopf zu zerschlagen. Zur Not auch in 30 Meter Tiefe...
Morgen geht’s fuer mich weiter nach Cartagena, angblich eine der Perlen der Karibik. Und dann muss ich mich auch schon langsam wieder Richtung Quito aufmachen, schliesslich geht’s ja bald gen Heimat. Ich denk aber, vorher meld ich mich nochmal. Bis bald also!







Wir haben Deine Berichte gelesen und freuen uns auf die restlichen Folgen, Deine Oma hat viele Ausdrucke vorliegen, man sollte ein Buch draus machen, überleg es Dir.
Noch viele erlebnisreiche Tage, komm ja gesund wieder nach Hause.
Liebe Grüße Eberweich und Lisadorsten
Von: eberweich am März 25, 2010
um 8:22 pm